Samstag, 16. November 2013

Auf dem winterlichen Runenberg

Lange schon hat Savi ihr Kleid für die FC-Feier fertig genäht, als sie es komplett umkrempelt. Sie hat in ihrer Aussteuer-Kiste einen alten wunderschönen Stoff und dazupassenden Schleier gefunden.
Dann endlich war der grosse Tag da.. Elinor hat  die übliche FC-Feiertorte kreiiert und auch Harbista hat ihren Kochlöffel geschwungen. So stehen nun zwei der Leckereien auf einem kleinen Nebentisch.
Gemeinsam mit Illy stellt nun Eli die schön geschwungenen Laternen auf dem Weg von der Hall zum Runenberg hin. In der Hall selber schmücken bunte getrocknete Blumengirlanden und Blütenblätter den Raum.



Oben auf dem Runenberg stehen schon einige Bewohner an den beiden brennenden Feuerschalen. Tanare platziert über dem kleinen Steinalter die Blumenbögen, welche der Zermonie eine gewisse Feierlichkeit vermitteln.
Jacob stapft dann als erster der Brautleute hoch und stellt sich vor den Altar. Leicht nervös tippt er mit dem Fuss auf. Savi lässt nicht lange auf sich warten und steigt mit ihrem Bruder Juran langsam die Treppe hoch.
Sie trägt ein wunderschönes Kleid, durchwirkt mit Stickereien und dazu ein doppeltgehaltenen Schleier. Ihr Kopf ziert  ein filigranes Diadem, welches kunstvoll mit den Haaren hochgesteckt ist.




Tanare begrüsst alle und beginnt dann mit der Zermonie. Sie lobt die Götter des Nordens und ruft jeden einzlen auf. Dann bittet sie die Beiden näher zu kommen. Erst fordert sie Jacob auf, sein eigens für die FC angefertigte Zermonien-Schwert in die Hände von Savi zu legen.
"Jacob, überreiche nun Savannah dein Schwert, auf das sie es verwahre und hüte um es eines Tages eurem Sohn an seiner Gefährtenschaftsfeier zu überreichen, damit auch sein Weib es eines Tages an deren Sohn weitergeben kann. Es ist ein Symbol für den Fortbestand und die Weiterführung eurer Blutlinie."
Dann wendet sich Tanare an Savi und lächelt ihr mutig zu "Savannah überreiche nun Jacob dein Schwert als Austausch für seins damit er dich und die Kinder, du die ihm schenken wirst, schützen und führen kann. Er ist dein Gefährte und als solchem bist du ihm Gehorsam schuldig und unterstehst seiner Führung."




Beide legen nun die Zermonienschwerter gekreuzt auf den kleinen Altar und Tanare gibt die beiden Ringe dazu, spricht einen Segen unter Aufrufen der nordischen Götter.
Die Gydia öffnet ihre Augen und sieht Jacob an: "Jacob lege den Ring für Savannah aus dem Zeremonienring auf die Spitze deines Schwertes und reiche ihn deiner Gefährtin. Diese Verbindung von Schwert und Ring betont die Heiligkeit dieser Verbindung zwischen Kerl und Weib sowie die bindende Natur des gemeinsam abgelegten Eides."
Jacob legt den Ring vorsichtig auf das Schwert und wendet sich Savi zu " Wie habe ich mich nach dir gesehnt, habe geträumt, einen Augenblick dir nahe zu sein. Der Augenblick hat mich schon glücklich gemacht, doch er ist mir nicht mehr genug - selbst eine Stunde ist nicht mehr genug, ein Tag ist nicht mehr genug. Ein Leben lang muss es schon sein. Darum sage ich ja, ja, ich nehme dich, ich will dich lieben, dich achten und dir treu sein, solange ich lebe."
Savi steigen Tränen in die Augen mit zitternden Fingern nimmt sie den Ring und steckt ihn sich an den linken Ringfinger.  
Tanare lächelt Savi zu bevor sie mit bedeutungsschwerer Stimme fortfährt: "Savannah reiche auch Jacob seinen Ring auf der Spitze des Ahnenschwertes das du von ihm erhieltest. Bedenkt beide, daß der Stahl des Schwertes nicht nur eine Drohung für die Frau ist, dieses Bündnis zu entehren. Es stellt vielmehr eine Drohung für euch beide dar, wenn der Eid gebrochen werden sollte den ihr hier vor den Göttern schwört."

Savi nimmt das Schwert und legt vorsichtig den Ring drauf und führt ihn so zu Jakob, versucht das Schwert ruhig zu halten, damit der Ring nicht fällt "Ich fühlte mich hingezogen zu dir, wollte dir nahe sein. Nun bist du ein Teil von mir. Ich bin ein Teil von dir, so nahe sind wir uns nun. Mein Leben ist neu durch dich. Darum sage ich ja, ja, ich nehme dich aus freiem Willen. Ich will dich lieben, dich achten und dir treu sein,solange ich lebe."

Nachdem beide ihren Eid geleistet haben, bittet Tanare Jacob sein Schwert in den Boden zu stecken und  ihre beringten  Hände darüber halten. Gleichzeitig sprechen Jacob und Savi die Worte "Odin, Frigga, Thor, Sif, Freya, Freyr, Njörd, Heimdall, Idunna. Ich bin der Ihre und sie ist Mein von diesem Tag an bis ans Ende meiner Tage."





Die Umstehenden nehmen die Worte zur Kenntnis und sehen vor sich ein neues Paar im Dorf der Vakur. 
Als Abschluss trinken Jacob und Savi aus dem gesegneten Horn und reichen es dann gemäss des Ranges an die Dorfbewohner weiter. Dabei sollen die Bewohner dem Paar Wünsche für das gemeinsame Leben anbringen. 
Nyn, unser Gast und zukünftige FC von Arne, sieht zum erstenmal eine nordische FC Feier und ist erstaunt, dass auch sie vom Horn trinken soll. Elinor aber nickt ihr lächelnd zu "das ist ganz in Ordnung"

Aus nordischer Tradition heraus verkündet nun Tanare den Brautlauf. D
ie Gefährten laufen um die Wette zur Hall und der Verlierer muss dem Sieger für den Rest des Abends das Met reichen. Der Sieger aber muss das Met der Gäste zahlen.





Gemeinsam wird in der geschmückten Hall nun auf das Wohl des Paares gegessen und getrunken. 



Möge Odin die Verbindung segnen und reich mit Kindern beschenken.




 










Dienstag, 12. November 2013

Erfolgreiches *Geschäft*

Nach der stürmischen Überfahrt von Vakur nach Jort's Fähre sind Arne und Lady Nyn wohlbehalten wieder im Süden angekommnen. Durch den bevorstehenden Markt an diesem Tag sind bereits viele Gäste und Bewohner der Stadt auf den Beinen. Lady Nyn entschliesst sich, erst ins Haus zu gehen um die schweren Wintersachen in leichtere Bekleidung zu wechseln. Arne begleitet sie dahin und verabschiedet sich um das fertige Segel unten Hafen an das neue Schiff zu montieren. Länger als er dachte war er damit beschäftigt. Schliesslich begutachtet er sein Werk und nickt zufrieden mit dem Kopf. Der Stapellauf kann kommen, was dann seinen Auftrag in Jort's abschliessen würde.
Gemütlich stapft er hoch in die Stadt, wo bereits mehr als rege verschiedene Geschäfte getätigt werden. Mit einem strahlenden Lächeln entdeckt er mitten in den Leuten Lady Nyn. Schnell eilt er auf sie zu und grüsst sie ob der vielen Anwesenden etwas zurückhaltender. Beide einigen sich darauf, gemeinsam über den Markt zu schlendern um verschiedene Dinge, die überschwenglich angepriesen werden, zu begutachten. Laut schreit Jessy über den ganzen Platz und bietet seine Schmiedearbeiten an. Doch an denen haben sie kein Intresse und schon sehen sie einen Stand mit allerei Backwaren. Aufmerksam verfolgt Arne die Verhandlungsgeschicke von Lady Nyn. Gewieft wiegelt sie die Dinge ab und handelt mit Verstand den Preis des von ihr georderten Zimts ab. Gleich nebenan brutzeln frische Vuloschenkel über dem offenen Feuer und verbreiten einen herrlichen Duft. Arne verspürt in der Magengrube ein leichtes Ziehen, was wohl daran liegt, dass er seit dem frühen Morgen nichts mehr zwischen den Zähnen hatte. Also lässt er sich so einen leckeren Vuloschenkel mit einem Fetzen Reptuch überreichen, löhnt den Betrag und beisst genüsslich in das saftige Fleisch.
Nachdem der Markt keine weiteren Einkäufe mehr bietet, setzen  sich Lady Nyn und Arne in der Gaststube gemütlich hin. Dabei lässt Nyn verlauten, dass sie schon viel erledigen konnte, was für die spezielle Feier nötig sei. Nicht lange Zeit später setzt sich der Südhändler Rannug zu den beiden. Schnell entbrennt eine Diskussion um den Wert von Blackwine und die Beschaffung dessen. Arne wollte nicht den geforderten Preis von 240 Kupfer für einen Sack hinblättern. Das müsse auch günstiger gehen, war seine Antwort. In diesem Moment kommt der hiesige Händler Georg um die Ecke und Arne nutzt die Gelegenheit, ihn nach seinem Preis zu fragen. Dieser meint, er würde für einen Sack mit 16 Portionen 2 Silber verlangen. Arne, im Rechnen ziemlich fix, zählt schnell im Kopf nach und kommt auf ein für ihn gutes Ergebnis. Mit der Zusicherung an Rannug, weiterhin seine Händlertätikeiten für Vakur zu nutzen zu wollen, verzichtet er aber auf den Sack Blackwinebohnen von ihm.
Kurz bevor Georg wieder verschwinden will, kann Arne ein Treffen für den nächsten Tag festlegen.

Samstag, 9. November 2013

Besuch aus dem Süden

Arne weilt schon eine ganze Weile in Jort's Fähre, wo  er für den Hauptmann Kin ein Schiff baut.
Heute erscheint er in Begleitung eines Südweibes am Feuer der Vakur. Er stellt sie uns als Lady Nyniane, Musikerin von Jort's Fähre vor. Elinor bemerkt das leichte Zittern des Weibes und schickt Lia schnell in ihr Haus um dort einen wärmenden Mantel zu holen. Erstaunlich schnell ist die Bond wieder am Feuer und überreicht Nyn den Mantel. Diese nimmt ihn dankbar entgegen und zieht ihn eng an sich. Arne stellt inzwischen Nyn den andern Vakur-Bewohnern vor. Mit einer Handbewegung deutet Elinor Nyn an , sich neben sie zu setzen. Zögerlich und scheu ob der vielen Bewohner lässt sie sich dann aber doch nieder.
Dick in seiner brummeligen Art mustert das Weib aus dem Süden genau.
Savi begrüsst Nyn ebenfalls in ihrer besonderen Art, das sie selbst aus dem Süden kam.
Natürlich wird nun Nyn von allen beäugt. Elinor stellt dabei fest, dass sie auf den Veil vor der Nase verzichtet und versucht mit einem Gespräch ihr etwas die Scheu vor dem Unbekannten zu nehmen.
Illy beugt sich zu Arne und flüstert leise mit ihm. Leider bekommt Elinor nichts davon mit, ist sie doch mit Nyn beschäftigt.
Lia, Arne's Bond ist heute mal fleissig. Emsig nimmt sie die Bestellungen auf und eilt in die Hall hoch.
Mitten auf dem Feuerplatz hat Saxo, unser Bauer, ein erlegtes Tarsk auf einen Spiess gesteckt und lässt es über dem Feuer knusprig braten. Desweiteren sitzt auch Lola auf einem der Baumstümpfe. Unerwartet hört man laut die Glocke des Tores anschlagen. Illy macht sich sogleich auf den kurzen Weg zu den Palisaden.
Nur kurze Zeit später erscheint er mit einer Pilgerin.
Schon balanciert Lia die Getränke geschickt zwischen den Bewohnern durch zum Dorfjarl. Lächelnd reicht sie ihm das gewünschte kalte Met. Voll Eifer geht Lia zum nächsten Krieger und vergisst die Reihenfolge. Zu aufgeregt ist sie, das ihr geliebter Jarl Arne wieder zuhause ist. Mit einem Heben der Augenbraue blickt Arne Lia dann schräg an. Schnell wird sich die Bond des Fehlers bewusst und eilt zu ihm. Nachdem sie die Krieger dann alle bedient hat, reicht sie Nyn den zum Glück noch heissen Tee.
Aus den Augenwinkeln bemerkt Elinor das leichte Zittern der wohl kalten Hände von Nyn und lächelt sie an. Ein denkbar ungünstigeren  Zeitpunkt hätte sich Arne für die Rückkehr nicht aussuchen können. Aber da er das von Savi genähte Segel noch holen wollte, bevor die Thassa zufriert, musste er die Fahrt noch unternehmen.
Etwas später am Abend erscheint Tanare am Feuer und begrüsst alle. Da Vakur über keine Herberge oder ähnliches verfügt, beginnt eine Diskussion, wo sich die freien Ladys zur Nacht begeben sollen.
Tanare in ihrer sanften Art bietet der Begleiterin von Arne  ihr Haus als Lösung an. Die andere Variante, dass Nyn in Arnes Haus schlafen sollte, fällt flach da es sich zu weit weg befindet. Savi in ihrer Spontanietät nimmt ihrerseits das zweite Südweib in ihrem Haus auf. So ist für die Ehre der beiden Ladys gesorgt und sie können sich erholen.
Savi linst zwischen Arne und Nyn hin und her und meint dann trocken, dass Arne nur das Segel herausnehmen soll und ihr Brautkleid gar nicht ansehen soll. Laut lacht Arne und fragt Savi, was er wohl mit einem Brautkleid tun sollte. Nyn blickt beide fragend an, so dass Savi ihr von ihrer Gefährtenfeier auf dem Runenberg erzählt. Sichtlich verwirrt schüttelt Nyn ihren Kopf, da sie nichts von dem versteht. Nach der Erklärung von Savi bemerkt Nyn das es doch viele Unterschiede zwischen Nord und Süd gibt. Eben auch eine Gefährtenschaft ohne Vertrag.
Inzwischen ist auch Eric aus seinen Fellen gekrochen und hantiert oben in der Brauerei herum. Als er Stimmen vernimmt, stapft er hinunter und settz sich ebenfalls zu den andern ans Feuer. Gleichzeitig ertönt die Torglocke und Arne macht sich auf den Weg.
Der Dorfjarl eines anderen Clans begehrt Einlass und wolle seinen alten Freund Dick besuchen. Ausserdem dachte er, Vakur müsse etwas passiert sein, weil eine dicke Rauchwolke über dem Dorf lag.
Als auch dieser Gast einige Zeit dann am Feuer Platz  genommen hat, lichetet sich die Gruppe bereits wieder. Der Abend ist stark vorangeschritten und so verteilen sich alle in ihre Häuser. Arne schickt seine Bond bereits in sein Haus, damit sie dort das Feuer entfachen und so die Hütte erwärmen kann.
Mit Schwung hebt er die Kiste mit Nyn's Sachen hoch und geht schon mal runter zum Haus von Tanare. Durch eine Unachtsamkeit stolpert er fast über einen kleinen Felsen und kann sich grade noch laut fluchend auffangen.. Keine Ehn später steht Nyn hinter ihm und blickt ihn besorgt an. Doch einen Nordmann haut nichts so schnell aus der Bahn. Lachend steht er vor ihr und wartet, dass sie ihm die Tür öffnet, damit die Kiste reingestellt werden kann. Kurz danach erscheint auch Tanare. Damit die beiden Weiber nicht frierend in dem Haus einschlafen müssen, besorgt Arne frisches Kaminholz, welches er auch gleich entzündet.
Lächelnd verlässt er die beiden Weiber und stapft durch die Nacht zu seiner Hütte. Lange liegt er mit vielen Gedanken beladen auf seinem Lager.

Mittwoch, 6. November 2013

Samhain

Kurz vor der achten Ahn am letzten Tag des 10. Monats  versammelten sich einige Bewohner Vakurs um gemeinsam das Samhain-Fest zu begehen. Tanare kommt mit einer grossen Kiste Laternen in die Hall gestolpert, stellt sie auf den Tisch und weisst alle an je eine Laterne zu nehmen.




 Nacheinander zünden die Einwohner die Kerzen an und machen sich auf den Weg hoch zum Runenberg.



Oben angekommen überragt eine vier-mann hohe Strohpuppe die Mitte des Platzes. Die Bewohner stellen sich im Kreis um die Puppe und halten die Laternen hoch.



Tanare, die Gydia des Dorfes, nickt allen zur Begrüssung zu und erzählt von der Bedeutung des Samhain-Festes. Immer am selben Tag gedenken wir unserer Ahnen, die bereits am Tisch von Odin ihren Platz eingenommen haben.
Mit Versen und Reimen bringt uns Tanare die Sitten unsere Vorfahren in unser Gedächtnis. Sie bittet nun alle einen Gegenstand eines Vorangegangenen zu Füssen der Puppe zu platzieren. Begleitet von erklärenden Worten legen alle  kleine Kreuze, Steine, Anhänger und sonstige Erinnerungsstücke hin. Nachdem die Dinge, an denen viele Erinnerungen hängen, am Boden liegen oder in der Strohpuppe stecken, entzündet Tanare mit einem Kienspan die Strohpuppe.
Schnell züngeln die Flammen am trockenen Material hoch und nach kurzer Zeit steht die Puppe lichterloh brennend da.
Durch die Hitze weichen alle etwas zurück. Ein Zeichen für Tanare alle Bewohner nun in die Hall hinunter  zu führen.



Dort versorgen sich alle mit Met oder Blackwine und erzählen sich gegenseitig, welche Verluste sie bereits zu beklagen haben. Einhellig sind die Bewohner von Vakur sich einig: Durch die Erinnerungen an eine Person lebt sie im Herzen weiter.
Lange noch sitzen alle zusammen und lassen die Gemeinschaft des Dorfes aufleben.


Freitag, 11. Oktober 2013

Feier mit Verzögerung



Die letzten Tage hat Savi wie verrückt am FC-Kleid von Bashi genäht. Nachdem auch die letzten Änderungen und Säume vernäht sind, kann der grosse Tag für Bashi kommen.  So ganz nebenbei hat Savi auch das Kleid von Elinor fertig genäht. Die Schneiderin ist überaus fleissig und freut sich bereits darauf weitere Kleider für die Krieger und für zukünftige kleine Vakur zu nähen.
Elinor hat die verbliebenen Blüten und Blätter überall im Dorf zusammengesucht und daraus Girlanden geflochten. Über die Eingangstür der Hall hat sie aus gelben Rosenblüten einen Herzkranz gebunden. Mit Hilfe von Illy hat sie ihn dann  auch umgehend aufgehängt.  Im Innenraum hat sie viele der einzelnen Blütenblätter verstreut. Damit es ein bisschen festlicher wird, hat sie die Papierlaternen rausgesucht und damit die Plätze für das FC Paar markiert.  Die Kerzen  stellt Eric zur Verfügung. Eli glaubt das in Eric ein heimlicher Romantiker steckt, was sie ihm aber nie sagen wird. Auf dem Weg vom Runenberg zur Hall stellt sie wieder die frisch polierten Glaslaternen auf. Zuletzt holt Eli die dreistöckige Torte aus dem Versteck und stellt sie hinten an der Wand auf den Tisch. Zufrieden nickt sie und geht runter zum Feuer.





  

 



Inzwischen hat unsere Gydia Tanare oben auf dem Runenberg alles für die Zermonie bereitgestellt. Ein grosser Symbolring liegt auf dem Altar. Umgeben von zwei Rosenumspannten Bögen erledigt sie gewissenhaft die letzten Handgriffe.



Aufgeregt stehen Blood, Dick und Savi vor Bashi’s Haus. Es verheisst nichts gutes. Elinor tritt zu der Gruppe und erkundigt sich was denn los sei. Bashi geht es nicht gut, sei es aus Nervosität oder einfach zu viel Aufregung um ihre Person. Savi hat ihr einen beruhigenden Tee gebracht. Zusammen verschwinden die beiden Weiber im Haus.  Leise hört man von drinnen, dass Bashi wohl wieder einen Teil des Tee’s von sich gibt. Savi spricht beruhigend auf sie ein und verordnet ihr eine Bettruhe. Bereitwillig lässt sich Bashi darauf ein.
Da es noch etwas dauern könnte, entschliessen sich die Krieger am Feuer ein Met zu trinken. Elinor bietet ihn an welchen zu bringen. Dick meint dann in seiner trockenen Art und mit einem Zwinkern in den Augen, dass er noch nie eine pünktliche FC Feier auf Vakur erlebt hätte. Vor lauter Aufregung über den ganzen Tag hat Elinor völlig vergessen, dass sie die Krieger ja zu einer Tarsk-Jagd schicken wollte. Als Dick meint er müsse jetzt erst mal ein Bosk am Spiess haben, bekommt  Elinor leichte Panik. Darüber vergisst sie promt das von ihr versprochene Met.  Das Schicksal meint es aber gut mit ihr, denn just in dem Moment stapft Blood daher. Der Tee von Savi hat Wunder gewirkt und die Zermonie kann mit etwas Verspätung stattfinden. So wandern alle bis auf Dick bereits hoch zum Runenberg. Aus den Augenwinkel sieht Elinor wie Bashi mit Savi in der Schneiderei verschwindet. Savi hilft nun Bashi das Kleid für die Zermonie anzulegen. Gerne würde Elinor die Braut schon vorher sehen, weiss aber das sie nicht so neugierig sein darf.
Derweil macht sich Dick auf den Weg zur Schneiderei um Bashi abzuholen. Eine der schönen Aufgaben des Dorfjarl’s.
Von einer beunruhigenden Ruhe umgeben, wartet oben auf dem Runenberg Blood auf sein zukünftiges Weib.  Dann erklimmt sie vorsichtig mit dem langen Kleid die Stufen hoch. Ein einfaches, aber wunderschönes  Kleid aus der Nadel von Savi trägt sie mit Stolz in den Augen. Die Haare sind  hinten leicht hochgesteckt und  vorne ziert ein Blütenband die Stirnpartie. Etwas unsicher bleibt Bashi neben Blood stehen und schenkt ihm ein scheues Lächeln. Blood indessen hat nur noch Augen für seine Braut.




Tanare breitet ihre Hände gegen den Himmel aus und ruft die Asen und Götter an, um diese Verbindung zu segnen.  Mit kräftiger aber sanfter Stimme spricht sie die alten Verse der Vorfahren:
Heil den Asen, Heil den Vanen
Göttinnen und Götter unseres Landes und unserer Ahnen
Himmel und Erde habt ihr geordnet
Midgard erhoben und mit Heil erfüllt.
Ihr gebt Leben und Liebe, Lust und Kraft
Willen, Weisheit und Wachstum der Welt
So wie die Ahnen Euch ehrten, lasst es auch uns tun.
Und vergelten Gabe mit Gabe.
Gewährt uns auch weiter, was wir erbitten
Und lohnt unsere Treue mit Treue.
So wars bei den Ahnen, so sei es bei uns.
Heil unseren Göttern.

Alle verfolgen das Gebet und warten dann gespannt auf die Zermonie.
Tanare wendet sich an Blood mit den Worten:  „Blood, überreiche nun Bashi dein Schwert auf das sie es verwahre und hüte,  um es eines Tages eurem Sohn an seiner Gefährtenschaftsfeier zu überreichen, damit auch sein Weib es eines Tages an deren Sohn weitergeben kann. Es ist ein Symbol für den Fortbestand und die Weiterführung eurer Blutlinie.“
Blood nimmt sein Schwert, um welches er ein Tuch gelegt hat, und reicht es Bashi.  Schwer liegt es ihn ihrer Hand.
Tanare sieht dann Bashi an und spricht:  „Bashi überreiche nun Blood dein Schwert als Austausch für seins damit er dich und die Kinder, du die ihm schenken wirst, schützen und führen kann. Er ist dein Gefährte und als solchem bist du ihm Gehorsam schuldig und unterstehst seiner Führung.“
Vorsichtig und mit etwas Kraftaufwand legt Bashi das Schwert in die behandschuhten Hände von Blood. Die beiden Schwerter wurden extra für die Zermonie von Juran, dem Schmied, gekonnt hergestellt.
Von jeher hat der Ring eine grosse Symbolik für das Volk, so erzählt Tanare weiter, der Ring steht für die Unendlichkeit und den ewigen Kreislauf. So ungebrochen wie der Ring, so soll auch eure Gefährtenschaft währen und so unzerstörbar ist auch der Eid den ihr hier im angesicht der Götter ablegt. Legt bitte eure Schwerter gekreuzt über den Ring.
Beide legen nun ihre Schwerter gekreuzt über den grossen Ring, in dessen Mitte der Thor’s Hammer liegt.
Zwischendurch hört man immer wieder das Schniefen der Weiber, es liegt wohl in deren Natur bei solchen Begebenheiten Tränen zu vergiessen.
Mit festem Blick erklärt Tanare die Bedeutung der Zermonie und legt dann segnend ihre Hände über den Zermonienring und die Schwerter.
Nachdem sie alle Götter um Beistand für das Paar aufgerufen hat, bittet sie die Beiden ihre Hände über den Ring zu halten und die Eide zu sprechen.


Blood, nicht unbedingt ein Krieger mit vielen Worten, macht den Anfang. Er hält seine Hand schützend über ihre und spricht „Bashi, ich nehme dich als mein Weib und damit schwöre ich dich zu beschützen und so gut es geht zu versorgen. Mit dir eine Familie zu gründen, sowahr es die Götter hier erlauben, hier auf dem Runenberg sollen alle Götter von Asgard es bezeugen. „
Bevor Bashi ihren Eid spricht, holt sie tief Luft und blickt dabei Blood tief in die Augen.
„Mein Herz,
 ich glaube fest daran, dass du der mir von Odin und den Göttern zugedachte Gefährte bist und ich danke ihnen von Herzen, dass sie mir einen so wundervollen Kerl zur Seite gestellt haben.
 Doch dass wir beiden heute hier stehen, verdanken wir dem Schicksal und deinem eisernen Willen.
 Ich verspreche dir, dass ich diese Entscheidung für dich und für unsere Gefährtenschaft an jedem Tag neu treffen werde, unabhängig davon, wie gut oder schlecht es uns geht und wie leicht oder schwer diese Entscheidung gerade fallen mag.
 Ich will dir für den Rest meines Lebens meine Hand reichen.  Um unseren Lebensweg gemeinsam zu gehen,
 um dich zu stützen, wenn du stolperst,
 um dich zu trösten, wenn du traurig bist,
 um dir Hoffnung zu geben, wenn du keine mehr hast,
 um dir meine Liebe immer wieder neu zu versichern,
 und zur Versöhnung, wann immer es nötig ist.
 Ich will dich lieben, achten und ehren und dir stets die Treue halten.
 Denn ab heute liegt mein Leben in deiner Hand.“
Ein etwas zu lautes Schniefen von Elinor bemerkt Bashi mit einem kurzen Lächeln.
Tanare nimmt nun den grossen Becher Met in ihre Hand und reicht es den Beiden. Gemeinsam halten sie den Becher und trinken nacheinander einen Schluck daraus.  Auf Tanares Bitten geht der Becher dann vom ranghöchsten Vakur weiter zu den andern bis er wieder von Savi auf den Altar gestellt wird.  Alle geben dem frischen Paar die besten Wünsche für die Zukunft auf den Weg.
Die erste FC Zermonie von Tanare hat sie zusammen mit dem Paar wunderschön gestaltet. Es wird für alle ein unvergesslicher Moment sein.

Gemeinsam wird nun in der Hall gegessen und getrunken. Vom Kuchen den Elinor für Bashi dreitstöckig gebacken hat, bleibt am Schluss nicht viel übrig. 

Erfolgreiches Geschäft



Wiedermal sucht Arne nach seiner Bond. Er stellt sich zum Lagerfeuer in der Mitte des Dorfes  und ruft laut nach der Kleinen. Kurz danach hört er ihre Stimme und sieht sie auch schon von der Hall herkommend beinahe den Hügel runterkullern. Knapp erzählt er ihr was er vorhat und schickt sie wieder hoch, essen und trinken für eine kleine Reise zu packen.  Des schreibens kundig, hinterlässt er am Tor eine Nachricht. Unten am Hafen klettert er mit lia ins schiff, wirft dem Fährmann einen Kupfer hin und nennt ihm Jorts Fähre im Süden  als Ziel.
Nach der Überfahrt  stapft er gemütlich hoch ins Dorf und erkennt Kin, den Hauptmann, vor dem Gasthaus. Neben ihm steht Rock, seines Zeichens Brauer und auch schon Gast in Vakur.
Da Arne am Hafen ein fast neues Schiff gesehen hat, fragt er nach ob seine Dienste zum Bau eines neuen Schiffes noch benötigt werden. Kin antwortet sofort und erklärt, dass es ein Handelsschiff sei, das von Georg dem Händler des öfteren ausgeliehen werde. Als Kriegsschiff ist es ohnehin zu schwerfällig erläutert Arne. Kin schickt Arne zu Georg um den Preis seiner Arbeit zu besprechen. Mit lia im Schlepptau macht sich Arne auf die Suche nach dessen Haus. Nicht weit vom Gasthaus wird er fündig und stellt sich Georg vor.
Anhand des Umfangs den es zu besprechen gibt, bittet Georg Arne in sein Haus. Dort lassen sich beide gemütlich auf die Kissen nieder. Arnes  Bond hilft dabei der Kajira von Georg die georderten Pagas zu servieren. Nach einigen Verhandlungen sind sich die beiden Händler noch nicht ganz einig. Arne sucht auch Stoffe für die neue Schneiderin. Ein gewiefter Händler wie Georg hat auch da seine Vorräte und zeigt Arne neben an die kleine aber gute Auswahl an verschiedenen Stoffen. Mit geübter Hand prüft Arne die Stoffe auf ihre Qualität und nickt dann zufrieden.  Georg fasst nochmal den geforderten Preis für Arne’s Arbeit am Schiff zusammen:  4 Ballen Stoff, 1 Fass Dattelwein, getrocknete Datteln und Ka-la-na Trauben zum Probieren. Da Jort’s Fähre zur Zeit ohne Schmied dasteht, versorgt sich Arne bei Vakur’s Schmied Juran mit den benötigten Nägel und Beschlägen. Desweiteren stehen während Arnes Aufenthalt in Jorts Fähre eine Unterkunft und Kost zur Verfügung. Per Handschlag besiegeln die Beiden den gelungenen Handel.
Gemeinsam schlendern die beiden Händler mit ihren Sklavinnen zur nahegelegen Gaststube, wo sie auf Kin und andere Gäste stossen. Kin ist sichtlich erfreut, das sich Arne und Georg einigen konnten. So kann er bald mit einem neuen Schiff für sich rechnen. Mit dem scharfen aber klaren Paga stossen die Männer mit den Gästen auf den Handel an.

Nach kurzer Zeit der  Gespräche wird es für Arne und Lia Zeit, das Schiff Richtung Vakur zu besteigen. Nun obliegt es Georg die restlichen Waren zu beschaffen und Arne durch einen Boten holen zu lassen. 

Samstag, 5. Oktober 2013

Glück oder Unglück?



Schlaftrunken klettert Arne aus den Fellen und reibt sich die Augen. Sich streckend tritt er aus seiner kleinen Hütte an der Bootswerft .  Scharf zieht er die frische Morgenluft in seine Lunge als er den Schrei eines Weibes vernimmt. Eilig  rennt er den Weg hoch und bleibt neben dem Slaverhaus stehen, sich umsehend wo der Schrei herkam.
Aus den Augenwinkeln sieht er ein Weib aus dem Haus von Blood stolpern. Stirnrunzelnd geht er auf das Weib zu, das er  inzwischen als Bashi erkennt. Zerknirscht  und verärgert über Blood erzählt sie Arne, das Blood sie gegen ihren Willen über die Schwelle ins Haus getragen hat.
Arne verschränkt die Arme vor der Brust und fixiert Bashi genau. Hinsichtlich der Tatsache, dass ein Weib nichts im Haus eines Junggesellen zu suchen hat, klärt Arne Bashi über die möglichen Konsequenzen auf. Von denen es genau zwei gibt, entweder Zwangsfc oder Collar. Blood kommt unterdessen zu den Beiden und grinst übers ganze Gesicht. Er sieht Arnes fragenden Blick und erklärt, dass Bashi unbedingt sehen wollte, wo seine Bond die Vorräte gelagert hat. Dazu war es unumgänglich das Haus zu betreten. Er lässt ihr sogar die Wahl der Konsequenz.
Bashi stammelt, wütend geworden durch Bloods Aktion, eine Rechtfertigung des Geschehnisses.  Da Arne nicht alles gesehen hat, meint er dann trocken dass nur Dick entscheiden kann, was nun mit dem Weib geschehen soll.

Später hocken Bashi, Blood und Arne zusammen am Feuer und warten auf Dick. Nach seinem Rundgang durch das Dorf erscheint Dick bei den dreien. Kaum hat er sich auf seinen Platz gesetzt, steht Blood vor ihm. Kurz und knapp schildert er die Situation vom Vormittag und reicht Dick einen Vertrag, den er wohl mit Bashi aufgesetzt hat.
Dick, leicht irritiert, liest das Pergament, runzelt die Stirn, zerknüllt das Papier und wirft es ins lodernde Feuer. So werden bei den Vakur keine Weiber behandelt,  sind seine harschen Worte an Blood. Dieser blickt Dick nun etwas seltsam an, bis er bemerkt, dass er das falsche Pergament  abgegeben hat. Schnell sucht er das richtige und erklärt Dick nochmal den Sachverhalt.
Dazwischen erzählen  auch Bashi und Arne ihre Sichtweise, bis der Dorfjarl schliesslich laut poltert.
Nach der einzelnen Befragung aller Anwesenden, überlegt Dick ein paar Ehn und sieht dann Bashi  an. Es wird wohl bald eine FC geben, meinte er, da ja Bashi sich gegen das Collar entschieden hätte.
Nochmal ermahnt er das Weib sich nicht allein in Häusern von Junggesellen rumzutreiben.  Bashi wollte sich schon rechtfertigen, als sie den scharfen Blick des Dorfjarls auffängt. Schnell  schluckt sie die Worte hinunter und nickt nur stumm.
Den Blick, den sie dann Blood zuwirft, deutet auf nichts Gutes hin. Arne grinst breit zu Blood und gratuliert ihm zur bevorstehenden Gefährtenschaft.  Bashi wirft nun auch  Arne giftige Blicke zu, die er amüsiert wahrnimmt.